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Anspruch auf Schadensersatz bei fehlerhafter Schätzung von Kunstobjekten – Teil 2

Sie haben in Teil 1 dieser Serie schon Wissenswertes zum Anspruch auf Schadensersatz bei fehlerhafter Schätzung von Kunstobjekten erfahren. In diesem Beitrag erfolgt die spannende Fortsetzung. Sie haben Teil 1 noch nicht gelesen? Dann können Sie diesen hier nachlesen.

Die Fortsetzung:

Die Sorgfaltspflichten eines Kaufmanns (an ein Auktionshaus sind gem. § 6 I HGB iVm § 13 III GmbHG die Anforderungen an einen „Scheinkaufmann“ zu stellen) sind branchenmäßig zu bestimmen. Es muss die Frage gestellt werden, welches Verhalten von einem ordentlichen Kaufmann in genau dieser Branche unter diesen Umständen zu erwarten wäre.

Was kann man von einem Auktionator eigentlich erwarten? Grundsätzlich kann von einem Auktionator eine gewisse Sachkunde erwartet werden, die grobe Fehleinschätzungen nicht zulassen sollte. Hierbei gilt es allerdings auch die Art des Auktionshauses sowie etwaige Spezialisierungen des Experten zu berücksichtigen.

Von einem Auktionator der, wie im oben geschilderten Fall, für ein „Varia-Auktionshaus“ arbeitet und somit Objekte aller Art einschätzen muss, muss weniger Sachkunde erwartet werden, als beispielsweise von einem auf Teppiche spezialisierten Experten.

Von Ersterem kann man erwarten, dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten alles Erforderliche tut, um z.B. Alter und Herkunft des Teppichs zu bestimmen und somit einen adäquaten Wert zu ermitteln. Es kann ihm jedoch nicht zugemutet werden, sich für jedes Objekt unter großem Aufwand weitgehende Fachliteratur anschauen zu müssen, um gegebenenfalls ein besonders „außergewöhnliches“ und wertvolles Stück identifizieren zu können.

Was man vom spezialisierten Experten hingegen erwarten kann und wie das Fazit in diesem Fall lautet, erfahren Sie im nächsten und letzten Teil 3.

Kontaktieren Sie uns! Rechtsanwälte vom Berg & Partner kümmern sich gerne um Ihr Anliegen zum Kunstrecht unter: https://www.vomberg.org/